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KEIN VERGESSEN.

TODESOPFER RECHTER GEWALT IN M-V

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Andre Teranski

verschwunden am 07.09.1996
in Parchim

André Teranski verschwand mit 21 Jahren in den frühen Morgenstunden des 7. Septembers 1996. Mehr als ein Jahr später wird sein Leichnam an einem See im Wald entdeckt. Die Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt.

André Teranski und seine Freund:innen gehörten der Punkszene an und waren den Menschen in Parchim aus dem Stadtbild bekannt. In der Zeit um André Teranskis Verschwinden gab es mehrere Artikel in der Lokalpresse, in welchen man sich mit den bunthaarigen Jugendlichen auseinandersetzte. Die jungen Punks trafen sich – nachdem ihr Treffpunkt, das „Kiek in“, abgebrannt war – häufig in der Blutstraße, direkt am Markt der Kleinstadt. Manch ein:e Passant:in konnte sich mit den ungewohnten Frisuren und der lauten Musik, die aus mitgebrachten Radiorecordern der Punks schallte, so gar nicht anfreunden, sodass es häufiger zu Beschwerden und Polizeipräsenz in der Blutstraße kam. Die Stadt tat sich schwer damit, einen Umgang mit den unangepassteren jungen Menschen zu finden und ihnen einen Platz einzuräumen.11996 – Schweriner Volkszeitung – Punks sorgen für „bunte“ Aufregung in Parchimer City „Terror“, wie André Teranski von seinem Umfeld auch genannt wurde, arbeitete alltags als Maler. Wie Freund:innen berichteten, sparte er auf ein eigenes Auto und träumte manchmal von Neuseeland.

Den Abend vor seinem Verschwinden verbrachte er mit seinen Freund:innen in einem Festzelt, welches anlässlich eines Volksfestes am Markt in Parchim aufgebaut war. Gegen 2:30 Uhr am Morgen des 7. September 1996 verabschiedete sich der 21-Jährige, stark angetrunken, von seinen Begleiter:innen und machte sich auf seinen etwa zehnminütigen Heimweg. Auf dem Weg in seine Wohnung in der Schweriner Straße verliert sich Andrés Spur.

Bereits wenige Tage nach seinem Verschwinden meldeten André Teranskis Freund:innen ihn bei der Polizei als vermisst. Sie waren von Beginn an überzeugt, dass ihm etwas passiert sein musste. Eine Freundin äußerte sich knapp zwei Wochen später gegenüber einer Lokalzeitung: „Einfach abhauen – das passt nicht zu ihm.“21996 – Schweriner Volkszeitung – „Einfach abhauen – das paßt nicht zu ihm“ Niemals hätte er seinen alten Hund, der während des Volksfestes in Andrés Wohnung wartete, unversorgt zurückgelassen, ohne jemandem Bescheid zu sagen. Außerdem war für den darauffolgenden Abend eine Party in Andrés Wohnung geplant, zu der er viele Leute eingeladen hatte. Für den Sonntag hatte er bei seinem Chef einen Transporter geliehen, um bei einem Umzug zu helfen. Diese Umstände sprachen für Andrés Umfeld auch deutlich gegen einen möglichen Suizid des jungen Mannes.

Ein weiterer Anhaltspunkt nährt die Befürchtung, dass André Teranski einer Gewalttat zum Opfer fiel: Laut den Aussagen seiner Freund:innen war André einer der wenigen linken Jugendlichen in Parchim, die sich zu dieser Zeit aktiv gegen Neonazis engagierten. André hatte demzufolge durch Recherchen dazu beigetragen, klandestine Neonazikonzerte in der Region zu enttarnen. In den Augen mancher seiner Weggefährt:innen machte ihn das zu einem potenziellen Ziel rechter Angriffe.

Erst ein Jahr später erhielten André Teranskis Freund:innen und Familie traurige Gewissheit über seinen Verbleib. Am 21. Oktober 1997, einem Dienstagmorgen im Herbst ein Jahr nach Andrés Verschwinden. stieß ein Forstarbeiter bei seiner Frühstückspause an einem kleinen See gut sieben Kilometer außerhalb von Parchim auf die sterblichen Überreste eines Menschen. In den darauffolgenden Tagen konnten Beamt:innen der Bereitschaftspolizei am Schalentiner See weitere Teile der Leiche sowie einen Gürtel bergen. Aufgrund der langen Liegezeit des Körpers konnte die Gerichtsmedizin keine Todesursache eindeutig feststellen. Knapp drei Wochen nach dem Fund gab die Oberstaatsanwaltschaft Schwerin bekannt, dass es sich bei dem Toten um André Teranski handelte. Bis heute ist ungeklärt, wie er ums Leben kam.

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